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Das Erzgebirge und seine Lieder

Dem Erzgebirger ist von seinen Vorfahren her - den Gesellen des Schlägels und des Eisens - das freie und lustige Gemüt bis heute erhalten geblieben. Schon die Bergleute liebten "wackeres Singen der Bergreihen" und "weidliches Schlagen der Bergzithern" in fröhlicher Geselligkeit nach verfahrener Schicht.

"Schweigt der Bauer, singt der Hauer"

In allen Bergstädten waren Bergsänger und Bergmusikanten zu Hause, die nach vollbrachtem Tagewerk musizierten. Als der Bergreichtum zurückging, zogen diese Musikanten in ihrem Berghabit als Bergmannskapellen in die Welt hinaus. "Fatzer" (von fatzen = spaßmachen, unterhalten) wurden sie genannt. So lag vielen Erzgebirgern Sang und Klang im Blut und es entstanden Gedichte und Lieder in erzgebirgischer Mundart.

Christian Gottlob Wild war der erste bedeutende Mundartdichter des Erzgebirges.

Hans Soph und Anton Günther trugen ihre Lieder in der Art der alterzgebirgischen Bergsänger mit Laute und Gitarre hinaus ins Land. Verlage haben ihre Gedichte und Weisen veröffentlicht, besonders aber machten sie ihr Liedgut durch Liedpostkarten bekannt. Es gab auch wenige erzgebirgische Orte in denen sie nicht gesungen haben. Anton Günther sang selbst vor gekrönten Häuptern sein Lied "... mit kenn König möcht ich tauschen, weil do drubn mei Haisl stieht."

Diese Drei sind die Altmeister des erzgebirgischen Heimatliedes, die stellvertretend für die große Schar von Verfassern und Vertonern mundartlicher Texte - bis in unsere Gegenwart hinein - genannt wurden.
Ein großer Förderer des erzgebirgischen Heimatliedes war der Erzgebirgsverein e.V., der schon 1921 ein Text-Liederbuch mit Mundartliedern sowie deutschen Volks- und Wanderliedern herausgegeben hat, dem Nachauflagen folgten. Bekannte Verlage veröffentlichten auch erzgebirgisches Liedgut in verschiedensten Arrangements.

1960 erstellte der Erzgebirgsverein e.V. in Westdeutschland ein Liederheft mit 58 Titeln "Mei Haamit läßt mich grüßen". Zusammen mit den Verlag Friedrich Hofmeister in Hofheim/Taunus brachte der Erzgebirgsverein e.V., Sitz Frankfurt/Main, 1987 die 1. Auflage der Edition "Haamitland, mei Arzgebirg" mit 170 Berg- und Heimatliedern heraus. Schon 1994 erschien die erweiterte 2. Auflage dieser Edition "Haamitland, mei Arzgebirg" mit 185 Titeln.

Es ist die größte Sammlung von erzgebirgischem Liedgut im 2-stimmigen Liedsatz mit Akkordbezifferung. Dieses Liederbuch ist heute noch erhältlich beim Erzgebirgsverein e.V. - Sitz Schneeberg, beim Verlag Friedrich Hofmeister in Hofheim/Taunus und in Leipzig, aber auch bei vielen Buchhandlungen im Erzgebirge. Gleichzeitig wurde dieses Liederbuch mit 10.000 Exemplaren auch den Schulen im erzgebirgischen Sprachraum in Klassensätzen zur Verfügung gestellt.

Mit Herausgabe von "Haamitland, mei Arzgebirg" konnte der Erzgebirgsverein e.V. ein Stück seiner kulturpolitischen Aufgabe erfüllen, damit Brauchtum und Traditionen weiterleben können.


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