Umgeben wird er von streng naturgeschützten Hochmoorflächen. Wir umgehen diesen
markanten Berg an seiner Westflanke, vorüber an den ehemaligen Spitzberger Häusern
und dem sagenumwobenen einstigen Gasthaus "Wunderblume". Von hier aus bietet
sich ein herrlicher Blick auf die Kammlandschaft zwischen Pleßberg (Plesivec),
Plattenberg (Blatensky vrch) und dem Auersberg in Sachsen.
Nach einer kleinen Wanderhütte verlassen wir die rote Markierung beim Punkt
995,9 m NN und wandern auf dein gelben Weg zum Schachtgelände "Barbora",
des einstigen Uranbergbaues der Joachimsthaler Region. Heute befindet sich hier der
gleichnamige, gut geführte Berggasthof. Oberhalb bietet sich ein interessanter Rundblick
über das Egertal zum Duppauer Gebirge.
Wir überqueren die Staatsstraße 219 in südlicher Richtung. Vor der
Schweizerbaude trifft der blaue, aus Joachimsthal kommende Weg auf unsere gelbe Trasse.
Beide führen nun auf den 1028 m NN hohen Pleßberg
(Plesivec). Das Berggasthaus und die urige Berghütte "Orion" haben ein reichhaltiges
Speiseangebot und bieten Unterkunft. Besonders nach Süden ist von diesem vorgeschobenen
Basaltkegel ein vielseitiges Panorama hinab ins Egertal, weiter zum Duppauer Gebirge
und dem Kaiservwald jenseits von Karlsbad (Karlovy Vary ) freigegeben.
Hinab nach Abertham (Abertamy) benutzen wir die grüne Markierung. Im Ort selbst kann
man im Hotel "Uran" einkehren und übernachten. Daneben gibt es zahlreiche
Privatquartiere. Inzwischen wurde auch die Stadtkirche restauriert. Bedeutung erlangte
Abertham durch seinen Bergbau auf Zinn-, Silber- und Kobalterze seit dem Mittelalter.
in jüngster Zeit ging auch hier der Uranbergbau um. Stadtrecht erhielt Abertham
im vergangenen Jahrhundert durch seine inzwischen exportorientierte Handschuherzeugung.
Wir bleiben auf dem grünen Weg und kommen an den Lessighäusern, mitten auf einer
Waldlichtung, vorbei zur Verbindungsstraße Gottesgab - Bergstadt Platten (Horni Blatna)
beim Punkt 977,9 m NN. Ab hier benutzen wir die rote Markierung auf den 1043 m NN Plattenberg
(Blatehsky vrch). Vom Aussichtsturm bietet sich ein weiter Rundblick vom Duppauer
Gebirge über den Kaiserwald, das Fichtelgebirge und Elstergebirge bis hin zum sächsischen
Erzgebirge mit Johanngeorgenstadt.
Von hier oben erreichen wir weiter auf dem roten Weg die Bergstadt Platten. Vorher
besuchen wir aber noch am Wege die Eis- und Wolfsbinge. Beide sind eingegliedert in
den deutsch und tschechisch beschilderten Lehrpfad. Sie legen Zeugnis von dem ehemals
umfangreichen Zinnbergbau der hiesigen Gegend ab. In Platten sollte die inzwischen
restaurierte St. Laurentiuskirche und das im Umbau befindliche Waldzinnmuseum, im
ältesten Haus der Stadt, besucht werden.