Mitglieder des Erzgebirgsvereins mit sächsischem Verdienstorden gewürdigt

Der Erzgebirgsverein freut sich über die Ehrung unserer Heimatfreundin Regine Seifert vom EZV Zwönitz und von Heimatfreund Hartmut Schnorr von Carolsfeld, Mitglied im EZV Schneeberg und engagierter Unterstützer der Heimatregion seiner Familie und des Erzgebirgsvereins, mit der höchsten Auszeichnung des Freistaats, dem Sächsischen Verdienstorden. Dieser wurde ihnen für ihre herausragenden Verdienste am 23. Juni 2026 in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Michael Kretschmer verliehen. Wir gratulieren herzlich!

Regine Seifert (Zwönitz)
Die ehemalige Lehrerin Regine Seifert (86) engagiert sich seit fünf Jahrzehnten dafür, die erzgebirgische Mundart zu erhalten und ihr Wissen um die Regionalgeschichte weiterzugeben. Nach der politischen Wende legte sie den Grundstein für den Erzgebirgszweigverein Hormersdorf, dessen Vorsitzende sie seit der Gründung 1992 ist. Im Jahr 2000 initiierte sie zudem die Gründung des Heimatmuseums Hormersdorf, welches sie seither ehrenamtlich leitet. Durch die Mundart-Tage, Publikationen und Führungen vermittelt sie insbesondere Kindern und Jugendlichen das traditionelle Erbe ihrer Heimat und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Identitätsstiftung im heutigen UNESCO-Welterbe Montanregion.

Hartmut Schnorr von Carolsfeld (Köln)
Hartmut Schnorr von Carolsfeld (86) setzte sich über Jahrzehnte hinweg mit herausragendem Engagement für die kulturelle Entwicklung und Stärkung der Region Carlsfeld ein. Getragen von seiner tiefen Verbundenheit zu der Region, die einst auch von seinen Vorfahren mitgeprägt wurde, wirkte er als Förderer und aktiver Netzwerker für den Erhalt bedeutender Denkmäler, darunter die Trinitatiskirche Carlsfeld oder die Hammerherrenhäuser in Carlsfeld und Aue. Sein Einsatz reicht von der Förderung akademischen Nachwuchses in Schneeberg bis hin zur Unterstützung lokaler Vereine und Museen, wobei er stets den Brückenschlag zwischen Tradition und Zukunft suchte. Durch die Finanzierung regionalgeschichtlicher Publikationen und sein Wirken in zahlreichen Fördervereinen stärkte er die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat.


Fotograf: Pawel Sosnowski

25. Juni 2026