Peter Müller ist seit 1952 im Planitzer Schnitzverein. Von 1962 bis 2014 war er stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Über fünf Jahrzehnte Verantwortung im Vorstand und immer war auf ihn Verlass. 1983 erhielt er die Medaille für Verdienste im künstlerischen Volksschaffen der DDR. Doch Peter Müller suchte nie das Rampenlicht. Seine Stärke lag im Stillen. Ein Verein lebt nicht nur von Ausstellungen und Ehrungen. Er lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, auch wenn ihre Arbeit nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist. So übernahm er auch viele organisatorische Aufgaben.
Gleichzeitig hat Peter Müller die Schnitzkultur insbesondere in Planitz geprägt. Seine Bergmänner sind weit über den Verein hinaus bekannt. Peter Müllers Arbeiten stehen für das, was viele mit der erzgebirgischen Schnitzkunst verbinden. Doch besonders beeindruckend ist sein langjähriges Engagement bis heute. Neben den regulären Schnitzstunden hat er eine zusätzliche Gruppe für erwachsene Nachwuchsschnitzer aufgebaut, wo er mit viel Zeit und Geduld sein Wissen weitergibt. Das Goldene Schnitzmesser 2026 würdigt Jahrzehnte des Engagements von Peter Müller für das Schnitzhandwerk und für den Planitzer Schnitzverein.
Aus der Laudatio des Vorsitzenden des Planitzer Schnitzvereins 1908 e.V., Herrn Usame Al-Robaiy.
Die Auszeichnung wurde ihm am 8. März 2026 im Rahmen der 33. Erzgebirgischen Schnitzertage im Annaberger Kulturzentrum Erzhammer von Dr. Gabriele Lorenz, der Bundesvorsitzenden des Erzgebirgsvereins, und Jens Lasch, dem Vorsitzenden des Verbands der Erzgebirgischen Schnitzer verliehen.


